翱翔蔚蓝无人机牵引技术获欧洲权威媒体Free Aero深度报道

2026-08-14 12:22:02

Drohnen-Schlepp — free.aero Magazin 2025F

Autor: Jeroen Dekkers | Fotos: Collection Jeroen Dekkers | Quelle: free.aero, Ausgabe 2025F (S. 14-18)


Original Articlehttps://www.voler.info/contents/DE/2025-F/freeaero_volerinfo_2025F-D.pdf

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#dronenschlepp

In China baut ein junges Start-up Drohnensysteme, um Gleitschirme praktisch von jeder Ebene aus zu schleppen. Der Gleitschirmpilot Jeroen Dekkers reiste dorthin, um die Möglichkeiten zu erkunden, das System zu erlernen und eine Einführung in Europa vorzubereiten. Hier ist sein Bericht:

Im Juli 2025 erregt ein Instagram-Reel meine Aufmerksamkeit: Ein Gleitschirmpilot wird hinter einer Drohne nach oben geschleppt. Der erste Eindruck ist, dass es sich um ein gut gemachtes KI-Video handelt. Nach mehrmaligem Ansehen stellt sich heraus, dass es kein Deepfake ist. Mit meinen Wurzeln im Segelflug erkenne ich, dass dies eine interessante Ergänzung für den Gleitschirmsport sein kann.

Der Hersteller ist schnell identifiziert: ein chinesisches Start-up aus dem Jahr 2024. Der Hersteller beantwortet Fragen zu den technischen Spezifikationen dieses Geräts, das nahezu serienreif ist. Im Gegenzug tauche ich in die europäischen Vorschriften ein und schicke Informationen nach China. Eines wird sofort klar: Diese Drohne zu kaufen und einzusetzen ist keine unmittelbare Option. Es gibt Hürden zu überwinden.

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Vorbereitung und Reise nach China

Um mich über Drohnen-Gesetze und -Vorschriften auf den neuesten Stand zu bringen, erwerbe ich den niederländischen Drohnenführerschein für die Open-Kategorie.

Die Sky-Tow 201, mit der Gleitschirme geschleppt werden, darf mit dieser Lizenz jedoch nicht geflogen werden: Sie wiegt 68 kg, 41 kg plus zwei Batterien mit jeweils 13.5 kg. Die weiteren Lizenzen werde ich später absolvieren.

Im September 2025, auf der Coupe Icare, wo ich den Stand von DaVinci Gliders betreibe, ist ein Team von Blue Wing Technology zusammen mit dem Eigentümer Wallace Wang vertreten, um seine Produkte in Europa bekannt zu machen. Wir vereinbaren einen Besuch in China, um das System im Einsatz zu sehen.

Ende Dezember 2025 reise ich mit meiner Frau nach Shenzhen, einer Stadt mit fast 20 Millionen Einwohnern und dem technologischen Zentrum Chinas. Die hypermoderne Stadt strotzt vor technischem Fortschritt und wirtschaftlicher Stärke, was sich unter anderem an der großen Anzahl von Luxusfahrzeugen zeigt: In Shenzhen leben mehr als 50.000 Millionäre.

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4 Propeller auf einer horizontalen Ebene, 2 für den Zug auf einer vertikalen Ebene. Ein komplexes System, aber relativ einfach zu bedienen.

Sky-Tow 201 Gewicht: 68 kg (41 kg + zwei Batterien mit jeweils 13.5 kg)

Vmax: 54 km/h

Vzmax: 8 m/s

Modelle: Sky-Tow 101 (Solo, <80 kg) / Sky-Tow 201 (Tandem, 160 kg)

Prototyp in Entwicklung: max. Abfluggewicht bis zu 225 kg

Website:http://www.i-uas.com/#products


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Von einer Drohne geschleppt, von 0 auf 1.050 m… Die Möglichkeiten dieses Systems sind vielfältig. Große Vorteile: Beim Schlepp kann die Richtung des

geschleppten Piloten frei an die Windrichtung angepasst werden, die Zugkraft ist konstant und weich.

Das Fluggelände

Das Fluggelände befindet sich in Dongguan, einer kleineren Nachbarstadt von Shenzhen mit rund 7.000.000 Einwohnern, in der sich die Fabriken befinden, die die in Shenzhen entwickelten technischen Produkte herstellen.

Das Gelände liegt inmitten eines Freizeitgebiets, und hier dürfen Drohnen, Gleitschirme, Paramotoren und Delta-Trikes bis auf 500 m betrieben werden. In 1.000 m Höhe fliegen hier ständig Verkehrsflugzeuge zu und von Zielen der ganzen Welt. Wir sehen fortlaufend Solo- und Tandempiloten, die von Drohnen geschleppt werden. Bereits über 3.500 erfolgreiche Schlepps wurden hier durchgeführt.

Am Rand des Geländes testen Ingenieure die Drohnen von Blue Wing Technology, sowohl im Flug als auch mit an einem Mast angehängter Schleppleine, um Daten zu Dauer und Leistung zu sammeln. Dutzende Batteriesätze stehen bereit, und Schnellladegeräte sorgen für eine nahezu unerschöpfliche Verfügbarkeit der benötigten Energie. Hochmotivierte Ingenieure arbeiten hier; kontinuierlich werden Laptops an die Drohnen angeschlossen, um Daten nach intensiver Nutzung auszulesen. Mit Bordkameras werden die Testflüge vom Start bis zur Landung aufgezeichnet.

Das Unternehmen, die Drohnen

Insgesamt arbeiten 20 Vollzeitkräfte bei Blue Wing Technology, davon 15 universitär ausgebildete Ingenieure. Wallace, der Eigentümer, ist sich bewusst, dass seine Entwicklungen genau beobachtet werden und dass ein technischer Fehler sowohl für die Nutzer als auch für die Zukunft des Unternehmens gravierende Folgen haben kann. Vollzeit zu arbeiten ist hier anders als bei uns; die Mitarbeiter leisten aus eigenem Antrieb lange Arbeitstage und arbeiten manchmal sogar die Nacht durch, um Probleme zu lösen. Wallace berichtet, dass er sie gelegentlich nach Hause schickt oder ihnen sogar den Zugang zum Büro untersagt, wenn sie es übertreiben.

Aktuell gibt es zwei Modelle: die Sky-Tow 101 für Solopiloten (<80 kg) und die Sky-Tow 201 für Tandemflüge (160 kg). Für den europäischen und amerikanischen Markt etwas knapp bemessen, doch dieses Problem ist bereits mit einem Prototypen für ein maximales Abfluggewicht von bis zu 225 kg gelöst. Zusätzlich laufen Entwicklungen zum Schleppen von Segelflugzeugen. Über zwei Tage erhalte ich eine fundierte Ausbildung im Drohnenbetrieb und im Schleppverfahren. Der gesamte Ablauf wird detailliert besprochen. Wir sind die ersten Nicht-Chinesen vor Ort. Ich verfasse ein englisches Ablaufskript für das Startverfahren, damit es künftig von Piloten anderer Kontinente genutzt werden kann.

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START

Dann folgt der erste Schlepp auf 300 Meter. Ich bin eingehängt und bereit; die Leine wird von der Drohne sanft gespannt, während sie langsam vorwärtsfliegt, dann starten die horizontalen Propeller. Sehr gleichmäßig nimmt die Spannung auf der Schleppleine zu, dann erhalte ich das Signal zum Aufziehen des Schirms. Ich gehe ein paar Schritte auf die Drohne zu, die sofort mit einer Vorwärtsbewegung reagiert, um die Leinenkraft konstant zu halten. Sobald der Schirm stabil über mir steht, gebe ich das Startsignal. Die Drohne schaltet in den Schleppmodus, nach drei Schritten bin ich in der Luft.

Die Drohne zieht mich sanft nach oben; das Gefühl unterscheidet sich völlig von allem, was ich bisher vom Windenstart kenne. Die Leinenkraft ist unglaublich konstant, und die Zugrichtung exakt in der Flugachse. Die Drohne fliegt etwa 70 Meter vor mir und 20 Meter höher. Ich steige mit 3.3 m/sec. Der Safety Officer meldet über Funk: "one hundred!"

Die Heckkamera der Drohne ist auf mich gerichtet, ich stehe unter ständiger Beobachtung. Der Safety Officer weist mich an: "steer a little to the right". Ich dachte, ich fliege perfekt hinter der Drohne, doch offenbar war eine kleine Korrektur nötig.

Plötzlich spüre ich, wie ich in eine Thermikblase gerate, und höre den Steigton des Varios. Die Drohne reagiert sofort, indem sie die Leistung aller vier Rotoren erhöht. Später, bei der Datenauswertung, wird deutlich, dass bereits eine Änderung des Schleppleinenwinkels um 1 Grad ausreicht, damit die Drohne unmittelbar reagiert, um exakt denselben Seilwinkel beizubehalten.

"Two hundred!" Ein Lächeln breitet sich in meinem Gesicht aus. Kurz darauf: "three hundred!". Der Steigflug wird flacher, und ich erhalte das Kommando "Release!", klinke aus und drehe nach links ab. Unter mir ein See, rundherum beeindruckende Urbanisierung und Wolkenkratzer.

Nach der Landung habe ich auf die Frage nach meinem Eindruck nur einen Ausdruck: "very, very, very smooth!"

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4 Propeller auf einer horizontalen Ebene, 2 für den Schub auf der vertikalen Ebene. Ein an sich komplexes System, aber relativ einfach zu bedienen.


Weitere Schleppdurchgänge

Es folgen weitere Schleppdurchgänge, darunter einer auf 500 m mit mehr als 6 m/sec, und jedes Mal überrascht mich die Sanftheit des gesamten Prozesses aufs Neue.

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Drohnen-Schlepp: Vorteile und Nachteile

Vorteile

Kein fester Ausklinkpunkt, in einem Radius von über 1.000 m ist alles möglich.

Eine grasbewachsene Fläche von 70 Metern Durchmesser ohne hohe Hindernisse reicht für einen sicheren Start.

Garantierte Ausklinkhöhe.

Leichter zu erlernen als der Windenstart, der gesamte Ablauf ist noch kontrollierter und beherrschbarer.

Keine seitlich versetzte Zugkraft, was materialschonender ist.

Die Technik unterstützt den Operator und greift in Notfällen ein oder löst automatisch aus.

Geeignet, um Anfängern erste Flugerfahrungen zu ermöglichen.

Der Drohnenpilot benötigt keine Gleitschirmerfahrung; der Ablauf ist teilweise automatisiert, die meisten Blue-Wing-Drohnenoperatoren sind keine Gleitschirmpiloten.

Mobilität: Die Sky-Tow-Drohnen lassen sich zusammenklappen, passen in einen Van und sind in 10 Minuten einsatzbereit.

Kein Umsetzen der Winde bei Windrichtungsänderungen nötig.

Nachteile

Ein verpflichtender Drohnenführerschein.

Je nach Land sehr restriktive oder sogar prohibitive Regulierung für Drohnen dieser Größe.

Notwendigkeit einer Stromquelle.

Ein Kaufpreis, der bei der Markteinführung voraussichtlich zwischen 25.000 und 50.000 € liegen wird.